Loregerechtes Rollenspiel - Schattenklingen

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Loregerechtes Rollenspiel

Rollenspiel > Einführung
Ein Tag am Meer  

Schnell eine kurze Erklärung:
Lore hat in diesem Fall nichts mit Erzabbau zu tun, sondern bezeichnet das Wissen um die zugrundeliegende Welt  (Vgl. Loremaster = Kundiger).

Hier sind wir nun also an dem Punkt angekommen, wo es für  Spieler mit einer Regel-Allergie anfängt kritisch zu werden. Das ist nicht schlimm! Jeder muss für sich selbst entscheiden, wo der Spaß aufhört und die Arbeit anfängt. Wir reden hier immerhin von Freizeit ;)

Für alle, die sich im Gegensatz dazu nun schon gespannt die Lesebrille holen, erst einmal ein paar allgemeine Dinge zu dieser wunderschönen Welt von Herr der Ringe…

Wir  sprechen dabei von den Büchern, nicht von den Filmen. Das ist ein wichtiger Unterschied, weil Peter Jackson zwar ein toller Filmemacher ist, aber nach meiner bescheidenen Ansicht aus einer Lore-Rollenspielgruppe nach wenigen Sekunden hochkant rausgeworfen werden würde  (und sollte!).

Professor Tolkien ist nicht irgendein Fantasy-Autor, der mit seiner Buchreihe mal eben einen Haufen Asche machen wollte (wie das in der heutigen Zeit durchaus ab und an vorkommt).

Er entwickelte die Sprachen von Mittelerde, dazu eine vollkommen ineinander verflochtene Entstehungsgeschichte, er prägte die Literatur in dieser Hinsicht in einer Art und Weise, die den meisten „HdR-Fans“ überhaupt nicht klar ist. (Ja, genau, google den Typen mal!!  J.R.R. Tolkien)

Mittelerde genau zu beschreiben war sein Lebenswerk, bis heute unvollendet trotz der unglaublich vielen Details.
Viele wichtige Themata aus seinem Leben sind in den Geschichten verarbeitet – die Hintergründe zu den Völkern, den Helden und den Feinden sind sehr viel persönlicher als es in modernen Fantasy-Romanen üblich ist. Das ist für mich einer der besten Gründe überhaupt, nach der Lore zu spielen - der Respekt für den Autor.

Tolkien sah die Sprachen zunächst als wichtiger an als die Geschichte der Welt selbst – diese sollte anfangs nur erklären, woher die Sprachen Quenya und Sindarin stammen. Aber die Welt hat sich selbstständig gemacht, ist gewachsen und immer detailreicher geworden. Deshalb sind auch viele Hintergrundinformationen erst nach dem Tod des Professors veröffentlicht worden – er war nämlich eigentlich noch längst nicht fertig.

Für das Verständnis vieler Grundsätzlichkeiten in Mittelerde ist es wichtig zuwissen, dass Tolkien strenggläubiger Katholik war. Selbst die Erschaffung allen Seins durch Iluvatar ist darauf ausgelegt, mit dem katholischen Glauben zu harmonieren. Einige Gebete sind von Tolkien in Quenya übersetzt worden, was wohl deutlich macht, wie wichtig ihm diese Übereinstimmung gewesen ist.

Als Sprachwissenschaftler waren ihm korrekte Übersetzungen immer sehr wichtig.  Allein der Respekt davor sollte (meiner Meinung nach) Grund genug sein, auf sinnlose Kürzel und „denglisch“ im Rollenspiel zu verzichten.

Magie ist in Mittelerde nicht nur kaum verbreitet, es gibt sie faktisch nicht. Jedenfalls nicht so, wie wir das aus anderen Spielen oder Welten kennen. Ja, Runenbewahrer, ich schaue dich an. Dieses Charakterkonzept ist vollkommener Unfug. Echt wahr. Selbst Kundige sind schon schwer grenzwertig was das angeht.

Im vorherigen Kapitel habe ich geschrieben, man sollte  aus Höflichkeit keine belebten Orte (HotSpots) dauerhaft für Gruppen-RP-Plots belegen, und auf  Ausnahmen hingewiesen:

Um mit dem Zaunpfahl sehr deutlich herumzuwinken - wer sich von Lore-treuem Rollenspiel im Sagen-Chat gestört fühlt, der befindet sich im falschen Spiel.

Und für diese Ansicht werde ich mich auch niemals rechtfertigen.

(Wer sich von Rp allgemein gestört fühlt, kann gerne einen uralten Foreneintrag von  mir lesen, der sich damit befasst. Einfach mich fragen, denn er wurde leider gelöscht ^^)

Wir agieren vom Inhalt her wie verdammt gut gescriptete NPCs, und bereichern die Welt in Bezug auf Stimmung, Atmosphäre und HdR-Gefühl für alle, die daran vorbeiflitzen. Seid dankbar und verneigt euch ;)

Soweit so gut!

Auf Zitate, spezielle Buchseiten und Quellenangaben habe ich bewusst verzichtet, um den Guide an dieser Stelle nicht zum Platzen zu bringen -  ich gehe davon aus, dass jeder, der von der Geschichte Mittelerdes so begeistert ist, dass er loregerecht spielen möchte, sich ohnehin über kurz oder lang jeden erreichbaren Fetzen Literatur zu diesem Thema einverleiben wird (Ardapedia ist auch eine Möglichkeit).  Ansonsten muss man mir dabei einfach etwas Vertrauen entgegenbringen  - oder konstruktive Kritik, denn ich bin auch nicht Experte für alles ;)

Beginnen wir mit Tolkiens erklärter Lieblingsrasse, den Hobbits:

Hobbits sind die „kleinen Leute“ von Mittelerde. Von anderen Rassen werden sie „Halblinge“ genannt. Sie leben meist friedlich, aber sehr zurückgezogen. Sie sind Fremden, und insbesondere großen Fremden gegenüber ziemlich misstrauisch, und schätzen es sehr, von diesen in Ruhe gelassen zu werden.  

Mit den großen Kriegen der Welt hatten sie bislang nichts zu tun, obwohl sie theoretisch durch aus „Wehren“ bilden können, um sich beispielsweise gegen einfallende Wölfe zu verteidigen. Dieser Friede könnte für die Hobbits auch gern so bestehen bleiben, denn sie haben keinen Eroberungsdrang. Tatsächlich verlassen Hobbits ihr Zuhause – das Auenland – nur selten, und wenn, dann nicht für sehr lange oder sehr weit (nach menschlichen Maßstäben gesehen).

Es gibt einige Edelhobbit-Familien, die von ihrem Erbe leben können und deshalb nicht arbeiten müssen. Typischerweise sind Hobbits aber Handwerker oder Bauern, was keineswegs an mangelnder Klugheit liegt. Hobbits haben einfach zumeist kein Bedürfnis, sich mit den tieferen Fragen des allgemeinen Seins zu befassen. Wichtig sind ihnen dagegen die (Groß-)Familie und die Heimat.

Zudem sind Hobbits eher Leute der Tat, und kümmern sich lieber hingebungsvoll um ihre Umwelt, anstatt diese nur in Wort und Bild zu beschreiben.

Die meisten Hobbits können nicht schwimmen, und meiden Gewässer deswegen. Sie rauchen gern Pfeifenkraut, das sie in Perfektion anbauen, und schätzen regelmäßige und reichliche Mahlzeiten. Sie sind auch sehr höflich und gastfreundlich. Hobbits werden mit etwa 120 Jahren weit älter als gewöhnliche Menschen zu dieser Zeit. Ihre Kinder gelten erst ab 33 als erwachsen.

Durch den allgemeinen Wohlstand des Auenlandes gibt es keine Unterschicht und auch keine „Klassenkämpfe“ zwischen den Hobbits, was sicher auch ein Grund ist, warum sie es so selten verlassen.

Hobbits haben einen eigenen Kalender, und nutzen nicht die sonst üblichen Zeitalter.

Sie sprechen die allgemeine Sprache - Westron

Wichtige Fragen:

  • Aber ich möchte einen Hobbit nicht nur an einem Ort spielen – was ist mit Bree?

Es gibt Hobbits, die sich in und um Bree niedergelassen haben. Sie halten sich aus den Angelegenheiten des großen Volkes weitgehend heraus, erledigen ihre Arbeit und trinken in Ruhe ihren Nachmittagstee.

  • Was ist mit dem Kampfgegen Orks? Das müssen Hobbits doch auch mal tun!

Nein, müssen sie nicht. Hobbits sind nicht als Krieger gedacht. Jeder ernsthafte Kämpfer lacht sich kaputt bei der Idee (so siehts aus!).

  • Aber Merry und Pippin sind echt gut in der Schlacht, das kann man doch nicht einfach übergehen…?

Das ist schon richtig. Allerdings ist es so, dass Tolkien sich sozusagen alle Ausnahmen selbst gekrallt hat. Für uns sind keine mehr übrig, weil es sonst keine Ausnahme mehr wäre. Im Klartext: Die Hobbits sind deshalb alle als so friedlich und nicht-kämpferisch beschrieben worden, damit genau Meriadoc undPeregrin so sehr deutlich herausstechen, und die erfolgreichen  Kämpfe im Auenland  gegen Ende der Bücher so überraschend wie nur möglich aussehen.

  • Ich werde jedenfalls einen reisenden Hobbit spielen und Abenteuer erleben, wie Bilbo.

Bilbo Beutlin ist im Auenland für seine Verrücktheit bekannt. Viele junge Hobbitkinder haben diesen sehr merkwürdigen und zweifelhaften Wunsch schon geäußert, aber keine Sorge – das vergeht mit dem Erwachsen werden. Bald hast du eine Frau und ein paar Kinder, deine eigene Höhle…und schon sieht die Welt hier im Auenland wieder so prächtig aus wie sie eben ist. Man hat gar keinen Grund, hier weg zu wollen!

  • Diese Hobbits sind einfachso süß! Das Lach-Emote ist so toll, wenn sie sich auf dem Boden rollen, oder dieses Hüpfen beim Winken!

Das mag für andere Rassen, die wesentlich größer sind, möglicherweise wirklich süß aussehen. Wie ein kleines Kind eben, so als wären Hobbits einfach nur Kinder, und keine ernsthaften und reichlich fremdenfeindlichen Personen. Jeder hart arbeitende Hobbit würde sich schämen, und jeder Edelhobbit nur den Kopfschütteln.

  • Es gibt doch auch böse Hobbits. Zumindest solche Schurken, die sich heimlich am Nachtisch und Kuchen der Nachbarn bedienen…

Nein,die gibt es nicht. Zwar kann mancher Hobbit sicherlich auf Geschichten über  solche „Jugendsünden“ zurückgreifen – das ist aber höchstens pubertäres Verhalten von Halbstarken. Erwachsene Hobbits halten sich an die bereits erwähnte Höflichkeit, die sich nicht auf Bitte und Danke beschränkt, sondern das gesamte gesellschaftliche Leben durchzieht.

Man verzichtet auch nicht deshalb darauf, dem fiesen Nachbarn mit der Keule eins überzuziehen, weil ein Gesetzt so etwas mit einer Strafe belegt – man verzichtet darauf, weil es sich nicht gehört.

Von wem du als Hobbit gehört haben solltest:

 
  • Bilbo Beutlin: Der verrückte alte Bilbo…wäre er doch nur nie auf Reisen gegangen.
  • Gandalf: Dieser Zauberer ist ja schon unheimlich. Aber sein Feuerwerk ist einmalig.
  • PaladinTuk II. : Der  31. Thain des Auenlandes –Stellvertreter des Königs und Pippins Vater.
  • Saradoc Brandybock: genannt Goldstreuer - Der Herr von Bockland und (zufällig ^^ ) Merrys Vater.
  • Willi Weißfuß: Der Bürgermeister von Michelbinge

Zu den Elben, der größten Fehlerquelle überhaupt

Elben sind unsterblich, wenn sie nicht getötet werden.

Das sagt sich sehr leicht, begründet aber eine riesige Menge an Unterschieden zwischen Menschen und Elben. Sie sind resistent gegen Krankheiten (sie werden nie körperlich krank), sehr ausdauernd, stark, und benötigen gewöhnlich keinen Schlaf in unserem Sinne. Elben ruhen sich aus, wenn es nötig ist, wobei das von gemütlichem Hinlegen über wie in Meditation herumsitzen zu langsamem Wandern in der Natur in allem möglichen Varianten geschehen kann. Wenn der Ofen ganz aus ist (etwa nach Anstrengungen, durch die ein Mensch tot umfallen würde), dann schlafen sie auch mal ein wenig.

Elben sind grundsätzlich reine Wesen, die Grausamkeit verabscheuen. Kaltherzigkeit dagegen ist besonders bei älteren Elben nicht ungewöhnlich, da die Elben als Volk bereits mit beinah jedem anderen Volk Mittelerdes irgendwann völlig unverschuldet (Elben sind immer unschuldig. Immer. ^^) kriegstechnischen Ärger hatten, und die Nachkommen dieser Angreifer dann gern in den gleichen Topf werfen.  

Obwohl sie häufig schwermütig sind, und das allgemein klägliche Dasein der Welt betrauern, sind Elben auch oft fröhlich, ausgelassen und sogar albern. Nur – das sind sie bei sich, abseits fremder Völker,  unter anderen Elben, und nicht etwa auf dem Biertisch in Froschmoorstetten.

Elben sind als Rasse bereits entstanden, als es weder Sonne noch Mond gab, weshalb sie auch bei Nacht ohne Schwierigkeiten sehen können. Die Schärfe elbischer Augen und Ohren ist unübertroffen, auch in der Kampfkunst kommt ihnen kaum jemand gleich. Im Handwerk teilen sie sich die Spitze mit den Zwergen – aber seien wir ehrlich, wenn Elben es darauf anlegen würden…immerhin haben sie viel (viel viel viel viel) mehr Zeit zum Üben.

Dem Umstand der Unsterblichkeit ist auch das Liebesleben geschuldet –  Elben heiraten nur einmal in ihrem Leben. Also, einmal, für immer. Auch wenn der Partner stirbt ändert sich daran erst einmal nichts – das Recht auf Wiederheirat nach dem Tod des Partners musste erst durch Finwe von dem Valarfürsten Manwe erbettelt werden, und wird auch nur dann gewährt, wenn der Verstorbene Partner auf sein Recht der Wiedergeburt verzichtet und somit in die neue Ehe einwilligt.

Es gibt bei den Elben viele Untergruppen, die sich nicht unbedingt gegenseitig mögen. Vieles davon hängt mit den Sippenmorden zusammen, die ich hier nicht breittreten möchte. Die wichtigste Unterscheidung betrifft die Calaquendi (die das Licht der Bäume gesehen haben) und Moriquendi (die das Licht der Bäume nicht gesehen haben). Ich denke man merkt, dass es bei der Lore der Elben mit einem Guide allein nicht getan ist ^^

Sie sprechen Sindarin, Westron, und verstehen vermutlich bis auf die Zwergensprache ziemlich viele andere Sprachen, und auch Dialekte der Menschen, falls sie sich für deren Kultur interessieren.  Nur wenige Elben sprechen aktiv  das Hochelbisch Quenya, welches als Sprache sogar schon einmal verboten worden war.  

Wichtige Fragen:

  • Ich habe da ein ganzirres Charakterkonzept, da ist bisher bestimmt noch keiner drauf ge-

Dannlass es. Wenn es wirklich so ausgefallen ist, dann liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es zur Lore passt, vermutlich  bei  0%.

  • Elben und Menschen sehen eigentlich gleich aus. Wo soll da der Unterschied beim Kampf herkommen?

Ein Mensch, der einen Elben zum Duell fordert, würde, sollte der Elb annehmen, in den allermeisten Fällen den Eindruckmachen, es würde ein Kaninchen gegen einen Rottweiler kämpfen, auch wenn es dabei sehr vereinzelte Ausnahmen gibt.  

Das liegt daran, dass Elben zwar fast gleich aussehen, aber vollkommen anders sind als Menschen. Sie sind nicht nur grundsätzlich stärker, ermüden weniger schnell und sind gewandter – sie haben auch hunderte von Jahren Zeit, das Kämpfen zu trainieren, ehe sie sich ein Schwert umhängen.

  • Aber Elben und Menschen können doch zusammen Kinder haben, die dann Halbelben sind. So unterschiedlichist das ja dann auch nicht.

Ein Trugschluss – Elronds Nachkommen sind die einzigen „ Halbelben“, die ihr Schicksal wählen können.  Menschen und Elben können zwar gemeinsame Kinder haben, diese sind aber keine Halbelben, sondern müssen das Schicksal der Menschen annehmen. Es sind also, so gesehen, Halbmenschen, und wirklich spitze Ohren haben sie auch nicht. Sie leben zwar länger als gewöhnliche Menschen, aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass es zu solchen Beziehungen überhaupt  kommt.

  • Wieso das denn. Es wird doch gar nicht ausführlich über das einfache Elbenvolk geschrieben, da könnte das doch ab und zu passiert sein.

Könnte. Dabei muss aber eben die Lebensspanne eines Elben beachtet werden – also ca 50 Jahre Lebensdauer des menschlichen Teils der Beziehung, VS  für-immer Lebensdauer auf der elbischen Seite.  

Elben heiraten nicht „ bis dass der Tod euch scheidet.“ Sie heiraten für immer, und Menschen gehen nach ihrem Tod an einen anderen Ort als Elben. Das bedeutet, wenn ein Elb einen Menschen lieben würde, so wäre das für den Menscheine coole Sache für die nächsten ca. 30 Jahre. Für den Elben bedeutet es aber, den Partner  nach diesen 30 Jahren *für immer* zu vermissen.  Alle von Tolkien beschriebenen Elb/Mensch Beziehungen verliefen sehr tragisch. Ich würde mich als Elb darauf nicht einlassen wollen.

  • Ich hatte am Anfang mit meinem Freund zusammen Elben gespielt, jetzt haben wir uns getrennt, und ich möchte mit meinem neuen Freund zusammen spielen.

Jaaa…dazu kann ich nur sagen, Rp-technisch ist das die A-Karte. Bei  Elben kommt so etwas einfach nicht vor, was prinzipiell darauf hinausläuft, dass du den Ehemaligen aus den Analen der Geschichte tilgen und deinen Char von der Bio her komplett neu aufstellen musst. Evtl. sind Absprachen mit anderen Mitspielern nötig, damit es nicht zu seltsamen Gesprächen kommt.

  • Gibt es denn wenigstens schwule Elben? Die Männersehen ja eh alle so…. gepflegt aus?

Nein,gibt es nicht.

  • Aber Homosexualität ist doch total normal, und in den Büchern steht dazu nichts. Da kann man doch tolerant sein.

Tolerant, mein Lieblingswort ^^
Für Tolkien war Homosexualität eine schwere Sünde, noch dazu in einer Zeit, als freundliche und tolerante Menschen diese Lebensweise noch als „ geistigverwirrt“ bezeichnet haben. Dass seine reinen Elben sich dazu überhaupt Gedanken machen, wäre ihm vermutlich im Traum nicht eingefallen. Deshalb steht auch nicht extra dabei, dass es das nicht gibt. Das ist eines der wenigen Dinge, wo ich wirklich überhaupt kein Fitzelchen Toleranz übrig habe. Tiefe Freundschaften zwischen Männern sind natürlich möglich, diese entsprechen vom Grundsatz aber eher einer geschwisterlichen Beziehung.

  • Ey, warum hetzt du so gegen Homosexuelle?!?

*hust* okee…ich lasse das mal so stehen.

Es gibt in der Welt von Herr der Ringe keine Homosexualität, genauso wie es keine Drachenritter, Glücksbärchies oder griechische Götter  gibt. Damit hat man sich einfach abzufinden.

  • Moment mal…in deiner Biographie hier auf der Seite stehen auch Sachen, die es so nicht gibt!

Jo, ist so. In der Geschichte von Celandril sind alle Dinge drin, die anno dazumal sippenintern ausgespielt wurden, und einige der Grauzonen sind ziemlich dunkelgrau. Deshalb steht die Bio auch nur auf der Webseite und wurde von dem Char Celandril noch nie irgendwo im öffentlichen RP angesprochen. Das wird auch nie passieren, weil die offizielle Biographie durchaus etwas anders aussieht.

Von wem du als Elbgehört haben solltest:

  • Galadriel: Seit sie den Kindernamen Nerwen (Mann-Mädchen) abgelegt hat, wurde viel erreicht.  Sie ist deine Herrin, solltest du aus Lothlórien stammen.
  • Elrond: Der Herr von Imladris, im Gegensatz zu seinem Bruder Elros tatsächlicher Halbelb – und dein Führer im Geiste, wenn dein Char aus Bruchtal kommt.
  • Thranduil: Wäre die Eisbucht von Forochel eine Person, wir hätten sie hier gefunden. Andere Völker als sein eigenes interessieren den König des Waldlandreiches kein bisschen, selbst andere Stämme der Elben betrachtet er wenn es hoch kommt mit Argwohn – aber viel lieber mit Arroganz.
  • Cirdan: Vermutlich der älteste Elb derzeit hier bei uns, und Herr über die Grauen Anfurten in Lindon.
  • Mithrandir: Der graue Wanderer.
  • Celebrian: Galadriels einzige Tochter, verheiratet mit Elrond. Leider ist sie seit langem im Westen.
  • Celeborn: Wer Galadriel beeindrucken kann, muss etwas auf dem Kasten haben. Er ist Celebrians Vater, und damit Arwens Opa.
  • Feanor: Wer als unübertroffener Kunsthandwerker in einer völlig friedlichen Welt, ohne jede Not oder Pflicht Schwerter erfindet, hat ziemlich große Kronjuwelen zu verteidigen…und auf einen leicht desolaten Geisteszustand lässt es auch schließen.
  • Gil-Galad: Der letzte hohe König der Elben, unterlegen im Kampf gegen Sauron versank sein Stern.
  • Eol: Er trug solange schwarz, bis er etwas Dunkleres herstellen konnte.
  • Haldir: Auch wenn er keine soo große Rolle spielt, ist das kein Grund ihn völlig lore-widrig abzumurksen, Herr Jackson!
  • .…es gibt wirklich massenhaft Leute, von denen ein Elb gehört haben *muss*, selbst wenn er noch nicht mal ganz erwachsen ist. Wer sich unsicher ist, aber nicht als unwissend dastehen möchte, kann im Fenstermodus spielen und ggf. ganz flink Google fragen.


Die genaugenommen wirklichen Erstgeborenen, die Zwerge:

Über die Zwerge ist wenig bekannt.  

Damit meine ich nicht, dass ich keine Ahnung habe, sondern, dass sie ihre Kultur, ihre Sprache und ihre Frauen sehr geheim halten. Es ist mir kein einziges Beispiel bekannt, wo ein Angehöriger einer anderen Rasse die Zwergensprache beigebracht bekommen hätte, sogar die eigenen Namen der Zwerge werden für die Öffentlichkeit erst einmal übersetzt. Selbst auf dem Grabstein.

Die Frauen kann man als Nicht-Zwerg von den Männern nicht unterscheiden. Das ist von den Zwergen ganz offensichtlich auch so gewollt, und leitet sich vermutlich ebenfalls aus der zwergischen Geheimniskrämerei ab.

Die Zwerge haben ihren Willen direkt von Iluvatar eingepflanzt bekommen – und das merkt man. Die Starrköpfigkeit der Zwerge ist legendär. Nicht einmal Sauron kam mit seinen Verführungen dagegen an, denn Zwerge sind gegen die meisten geistigen Verwirrungen eben deshalb immun. Die einzige Schwäche dabei ist die Goldgier, die einen Zwerg regelrecht in ihren Bann ziehen kann.

Bäume, Pflanzen und Tiere werden von den Zwergen für ihre Arbeit und zum Essen genutzt. Sie empfinden zu der lebenden Schöpfung nicht die gleiche Verbundenheit wie etwa Elben. Sie halten auch keine Haustiere oder Nutzvieh, da sie Tiere nicht zähmen. (Die Auerochsen in Thorins Halle sind *zum Essen* gedacht, als lebende Vorratshaltung. Wollte ich immer schon mal sagen ^^)

Sie können zur Not zwar Reiten, aber eben nur auf gekauften oder geliehenen Ponys.Das mit den Ziegen in Moria ist Quatsch, Zwerge sind sehr robust und können mit massenhaft Gepäck ewig weit zu Fuß gehen, was sie auch tun.

Sie werden vermutlich etwa 300 Jahre alt, wobei ich mich gern korrigieren lasse, falls jemand das genauer weiß. Wenn ein Name häufig auftritt, ist das meist keine Hommage an den verstorbenen, sondern es handelt sich um eine Wiedergeburt desjenigen. Durin zum Beispiel kam reichlich oft wieder, was Angehörigen anderer Völker so aber nicht unbedingt klar ist.

Die Zwerge sprechen untereinander Khuzdul, welches in eine Wortsprache und eine Gestensprache geteilt ist. Zudem sprechen alle Zwerge Westron, einige werden auch noch Sindarin oder spezielle Menschendialekte  können, da Zwerge aus praktischen Gründen die Sprachen der Völker lernen, mit denen sie zu tun haben.

Wichtige Fragen:

  • Ich bin kein großer Bier-Fan, was nun?

Nicht alle Zwerge in Mittelerde mögen Bier. Wein ist auch gern gesehen, und es gibt auch Zwerge, die auf derartige Getränke ganz verzichten. Tolkiens Zwerge sind keine saufenden Rüpel, sondern sehr gebildet und edel.

  • Ich spiele eine Zwergenfrau. Muss ich jetzt echt in Thorins Halle bleiben?

Nicht grundsätzlich. Sie könnte ja auch an einem anderen Zwergenort zuhause sein, und dann dort bleiben. Zwergenfrauen gehen allerdings tatsächlich nur in großer Not auf Reisen, also, wenn sie keine andere Wahl haben.

  • Ich habe mir für meine Zwergin ein Kleid ausgesucht, da wurde ich dann in Bree  ganz fies angeflüstert was das soll…

Zwerge können Kleider tragen. Ich nehme mal an, dass sie das auch dürfen. Warum nicht. Aber sie tun es nicht in der Öffentlichkeit, weil Zwergenfrauen eben nicht in der Öffentlichkeit sind.

  • Grinsi Kleinpo versteckt sich auch nicht!

Das ist schön für sie, hat aber mit Mittelerde nichts zu tun.

  • Warum werden denn die Zwerginnen in Mittelerde so unterdrückt?

Sie werden absolut nicht unterdrückt. Tatsächlich sind die Frauen der Zwerge sehr eigenständig – mit Sicherheit wesentlich eigenständiger als die Menschenfrauen in Mittelerde. Sie lassen sich von keinem etwas vorschreiben, und tun was ihnen gefällt, egal welches Handwerk es auch ist. Viele Zwergenfrauen heiraten garnicht erst, weil sie entweder nicht den Richtigen finden, oder keine Lust auf eine zeitraubende Partnerschaft haben.

Dass sie ihre Heimat nicht verlassen liegt in der Natur der weiblichen Zwerge. Ich nutze das Tolkiensche Standard-Argument: Das ist eben so.

  • Was soll das heißen, genaugenommen wirkliche Erstgeborene?

Der Vala Aule war etwas ungeduldig was das Erwachen der Kinder Iluvatars anging, deshalb baute er die Zwerge schon vor dem Auftreten der Elben. Nachdem Iluvatar ihnen aus Mitleid mit dem Meisterschmied einen eigenen Willen gegeben hatte, wurden sie schlafen gelegt, bis die „Erstgeborenen“  dann tatsächlich da waren.

Von wem du als Zwerggehört haben solltest:

  • Durin: Der älteste von sieben Brüdern, die von Aule erschaffen wurden.
  • Thror: König unter dem Berg bei Smaugs Angriff.
  • Thrain: Verstorben in Gefangenschaft Saurons, und letzter Träger eines der sieben Zwergenringe.
  • Thorin Eichenschild: Kurzzeitig König unter dem Berg.
  • Dain II.: Wer mit 32 schon einen Azog (s.U.) erlegt, verdient Erwähnung.
  • Azog:König der Orks des Nebelgebirges – verantwortlich für den Tod Thrors.
  • Tharkûn: Mann mit Stab, in der Öffentlichkeit als Gandalf bekannt


Auch wenn es nur wenig ist, die Beorninger:

Die Beorninger sind eine Untergruppe der Menschen des Nordens. Zu unserer Zeit in Mittelerde halten sie sich vor allem im nördlichen Nebelgebirge und im Norden des Düsterwaldes auf, und nehmen Zölle von Kaufleuten, die den Hohen Pass oder die Furt am Carrock nutzen.

Sie leben sehr eng mit Tieren zusammen und ernähren sich vegetarisch. Sie töten aus Prinzip keine Tiere, weshalb eine Lederrüstung an und für sich …nicht wirklich viel Sinn macht. Eine Möglichkeit wären dazu Wargfelle, denn Warge zählen als unnatürliche böse Wesen nicht zu den Tieren. Die Beorninger sind außerdem hervorragende Bäcker.

Von Beorn ist bekannt, dass er sich in einen riesigen Bären verwandeln konnte, der  so gewaltige Kräfte hatte, dass er in der Schlacht der fünf Heere das Ruder für die freien Völker herumreißen konnte (Das heißt, sie haben nur wegen ihm gewonnen). Die Fähigkeit, sich in einen Bären zu verwandeln, blieb über viele Generationen erhalten, wobei anzunehmen ist, dass sie dabei nach und nach immer schwächer wurden (Das ist bei Tolkien meist so). Alter und Lebensspanne entsprechen den normalen Menschen.

Siesind recht eigenbrötlerisch und bleiben – Überraschung! – meist für sich.  

Da sie grundsätzlich gesehen Menschen sind, sprechen sie vermutlich Westron. Von einer eigenen Sprache weiß ich nichts.

Wichtige Fragen:

  • Hat die Verwandlung irgendwas mit dem Mond zu tun, wie ein Werwolf?

Nein. Beorninger können sich dann in einen Bären verwandeln, wenn sie es wollen.

  • Yeah, ich kann ein Bärsein wann ich will!

Da wäre ich etwas vorsichtig. Die meisten Menschen – und die stellen nun mal das Groß der Bevölkerung – können mit Magie und allem was danach aussieht nicht viel anfangen, und haben auch meist noch nie einen Hautwechsler gesehen. Sich in einer Menschenmenge zu verwandeln, könnte da ziemlich ins Auge gehen.

  • Wie ist das mit der Kleidung wenn man sich verwandelt? Das müsste ja eigentlich alles kaputt sein…

Ein sehr kluger Gedanke, der auch andere kluge Menschen umtreibt. Ich habe keine Ahnung.

  • Kann mein Bär auch andere coole Sachen, fliegen zum Beispiel?

WTF?

  • War Beorn nicht der letzte seiner Art?

Nein. Er sammelte die verbliebenen Beorninger nach der Schlacht der fünf Heere um sich und wurde ihr Anführer. Daher der sehr kreative Name.

Von wem du als Beorninger gehört haben solltest:  

Vermutlich kennen die Beorninger die Leute, die in ihrer Gegend wohnen…
…ja,ich weiß, das war jetzt nicht hilfreich.


Der umfangreiche  Rest – dafür auch am häufigsten gespielt – die Menschen:

Hier kann man sich so richtig austoben, denn Menschen gibt es in jeder Art und Gesinnung.

Wichtig zu beachten ist dabei nur eine grobe Sortierung in die verschiedenen Menschenvölker, denn fiese Dreckskerle und unmoralische Schweinehunde gibt es in jeder von ihnen (wenn auch nicht unbedingt in der Führungsriege. Aber die bespielen wir ja eh nicht).

Man sollte aber schon so ungefähr wissen, wo der Ort, den man als Herkunft auswählt, in etwa liegt.  

Gewöhnliche Menschen haben keine besonderen Fähigkeiten, nur die, welche sie im Lauf ihres Lebens erlernt haben. Der durchschnittliche einfache Mann lebt etwa 50 Jahre (wobei man mit einberechnen muss, dass Menschen einfach sehr oft durch Krieg, Krankheit oder Blödheit frühzeitig zu Tode kommen, und ein erfülltes Menschenleben daher durchaus auch wesentlich länger dauern kann).

Die Menschen des Westens, die sich von der seit längerem versunkenen Insel Numenor stammen, leben länger als andere, was an ihrem Ahnherrn Elros (dem Halbmenschen^^) liegt. Auch die Herrscher von Dol Amroth können sich rühmen, eine teilweise elbische Linie zu haben, was ihr Leben etwas verlängert. Menschen haben je nach Volk eigene Sprachen, zusätzlich zu Westron.  

Wichtige Fragen:

  • Ich möchte unbedingt einen dunkelhäutigen Char spielen, aber nicht aus Gondor…

Im RP muss ein Charakter nicht zwingend aus der Gegend stammen, die man beim Erstellen ausgewählt hat. Es sind ja auch gar nicht alle Völker zur Auswahl vorhanden. Viele Herkunftsländer für wirklich dunkle Hautfarben stehen dabei allerdings nicht zur Auswahl. Abgesehen vom südlichen Gondor wäre danoch Harad oder Umbar…das sollte der Char dann aber besser erst einmal für sich behalten.

  • Ist das nicht etwas rassistisch, dass so viele böse Völker dunkelhäutig  sind?

Falls es für jemanden so aussieht, ist es sicher nicht so gemeint, wie das heute vielleicht rüberkommt. Die südlichen Länder hatten einfach nur das Pech, zuerst an Sauron zu fallen. Und was die edlen Menschen des Westens unter Saurons Anleitung auf Numenor so alles angestellt haben, da kann jemandem mit einer lebhaften Phantasie beim Lesen durchaus das Frühstück hochkommen. Tolkiens Welt hat mit Rassismus nichts zu schaffen.

  • Stimmt es, dass es in Bree ein Bordell gibt?

Vor sehr langer Zeit habe ich mal von so einem Projekt gehört. Kann durchaus sein, dass es das noch oder wieder gibt, ich habe mich damit nicht weiterbeschäftigt… das ist nämlich auch so ein Thema, das etwas grenzwertig ist.

  • Was machen die ganzen Menschen aus Gondor, Rohan oder Thal im Breeland?

Dieses Engine-bedingte Problem ist etwas ärgerlich, da man, um in die Heimat zu kommen, erst einmal einiges an Spielzeit fürs Leveln verwenden muss – oder garnicht hinkommt, weil das Gebiet noch nicht da ist. Ausreden zu finden ist aber meist nicht so ein großes Problem, und zur Not kann man auch Siedlungs-RP machen. Dabei versetzt man das Viertel einfach gedanklich in die gewählte Gegend und schon ist man Zuhause.

  • Ich spiele einen Waldläufer aus Aragorns Gefolge – da sind ja massenweise von denen in Evendim.

Massenweise würde ich nun nicht gerade sagen. Die Dunedain sind sehr beliebt bei Neueinsteigern im Rollenspiel – aber eigentlich gibt es zur Zeit eben nur noch eine Handvoll von ihnen, und die „Masse“ ist mit Evendim schon ziemlich ausgereizt (siehe dazu auch: Tolkien – Ausnahmen – für sich reserviert).

Von wem du als Mensch gehört haben solltest:  

Diese Liste wäre vermutlich noch länger als die bei den Elben, weil sie für jedes Volk spezifisch erstellt werden müsste…und ich fürchte, meine extreme Geduld beim Schreiben von Texten ist inzwischen bekannt ^^

Zudem ist hier auch eine ziemlich heftige Unterscheidung zwischen reichen, armen, gebildeten, schwer arbeitenden, jungen, alten…etc. Menschen notwendig. Während die Oberschicht sich vermutlich in der Geschichte Ardas bestens auskennt, können einfache Leute oft nicht einmal lesen und schreiben.

Daher rate ich einem Menschenspieler, sich erst einmal zu überlegen woher sein Char kommt, diese Gegend dann bei Google einzugeben, und mit dem zu arbeiten, was dabei herauskommt. Ihr macht das schon ^^


Die Feinde – weil das auch irgendwie wichtig ist:

Dabei spreche ich nicht von wilden Tieren, oder von Menschenstämmen, die sich aus Grenzstreitigkeiten heraus bekämpfen, sondern von den *Feinden*, also den Völkern, die offen Sauron dienen.

Die Feinde der Freien Völker Mittelerdes sind zumeist nicht nur einfach stark, dumm und feindlich, wie das bei Trollen vielleicht manchmal den Eindruck macht…sie sind listig, verschlagen, und vorallen Dingen grausam. Wir als kultivierte Leute moderner Lande können mit dem Begriff *grausam* nach meiner Ansicht nicht mehr unbedingt sofort etwas verbinden –  für viele ist es eben einfach ein Wort.

Daher an dieser Stelle mal ein kleines Beispiel, was Orks lustig finden:  

Ein von Orks gefangener Lautenspieler müsste in den Höhlen der Orks erst mit bloßen Händen neue Tunnel graben, bis zwischen den blutigen Fleischfetzen der Finger die Knochen zu sehen sind. Dann bekommt er seine Laute zurück, und wenn er kein fröhliches Lied spielt, wird ein Finger abgeschnitten, und es folgt ein neuer Versuch. Bis keine Finger mehr da sind, und dann kann er weitergraben bis er stirbt. Natürlich gibt es kein Essen.

Die Geschichte steht so zwar nirgends, aber die Geschöpfe Melkors sind *alle* miteinem derartig kranken Spaßfaktor ausgestattet. Einen Ork zu töten ist keine leichte Sache, und wird einem einfachen Bauern auch nicht mit viel Glück gelingen (Klar, das 0,01 % Ausnahmen gibt es immer…). Auch ein menschlicher Krieger kann nicht lange gegen eine ganze Gruppe von Orks stehen bleiben. Sie haben einfach einen riesigen Spaß daran, einfach so Leute umzubringen, Unschuldige zu quälen und die Schöpfung zu zerstören. Phenduils Geschichte „ An der Oberseite“ bietet dazu auch einige schöne Hinweise :-) .

Oh…und Uruks sind auch Orks. Sie sind ziemlich groß, aber keine eigene Rasse.
Die Haradrim sind zwar weniger stark als Orks – immerhin sind sie nur Menschen – dafür aber dienen sie Sauron noch hingebungsvoller, verehren ihn als Gott und bringen ihm zum Beispiel gerne Menschenopfer dar. Von einem „gläubigen“ Haradrim Gnade zu erhoffen ist ein schwerer Fehler. Der lacht dich nur aus. Gleiches gilt in vollem Umfang für Angmarim aus dem Norden.

Warge sind keine Wölfe – sie lassen sich nicht zähmen oder derartiges. Die Wargreiter im Spiel vermitteln dabei einen ziemlich falschen Eindruck, denn die Warge sind keine Haustiere der Orks. Sie sind ebenso böse, verschlagen und grausam wie diese selbst, und der einzige Grund, warum ein Ork auf einem Warg sitzt, ist der, dass der Warg es ausnahmsweise erlaubt hat. Warge haben eine eigene Sprache, wobei manche auch die Sprachen der Orks oder Menschen erlernt haben.  

Ja. Warge können sprechen, wenn sie es wollen. Die meisten interessiert von dem, was du so zu sagen hast, aber nur dein klägliches Geschrei, wenn sie dir bei lebendigem Leib die Beine wegfressen.  

Tolkiens Welt ist, wie bereits oben erwähnt, sehr schwarz/weiß gehalten. Die Guten sind gut, die Bösen sind böse – und zwar  so richtig.  

Wer mit *grausam* immer noch nicht genug verbindet, um für einen Ork im RP nur noch Abscheu zu empfinden, und nicht sicher ist, ob der Haradrim, der da herumschleicht, nicht vielleicht doch nach ein paar Bierchen zugänglicher werden würde, dem ist in dieser Form nicht mehr zu helfen. Ausnahmen von der Regel befinden sich, wie immer, fest in Tolkiens eigener Hand, und stehen für uns nicht wirklich zur Verfügung.

Nun,wir sind am Ende angelangt.  

Als kleine Belohnung für diejenigen, die zwar mit Lore-RP nichts anfangen können,sich aber trotzdem bis hier unten durchgequält haben -  


Wie man der RP-Polizei (oder anders gesagt, mir) entkommen kann:

Die Server-Regeln für [DE-RP] Belegaer sehen nicht nur vor, dass du dich nicht SchniPoSa nennen kannst ohne auf die Mütze zu bekommen. Sie besagen auch, dass niemand für seine Art des Rollenspiels blöd angemacht werden darf. (Ich habe mir erlaubt, den Paragraphen sinngemäß zukürzen)

Das bedeutet anders ausgedrückt: Jeder kann so spielen wie er möchte, solange er dabei niemandem absichtlich und böswillig auf die Nüsse geht.

Wir alle kennen die Namens-Richtlinien auf Belegaer. Das will ich jedenfalls hoffen^^
Es ist aber auch bekannt, dass manche Leute eben einfach Namen haben, die, sagen wir mal, jetzt nicht unbedingt so sehr aus den Büchern abgeleitet sind.
Wenn man diesen Namen über ein Ticket verlieren will, dann ist es die beste Idee, gleich nach dem Erstellen irgendwelche wahllosen Beleidigungen oder einfach nur hirnlosen Müll in den Welt-Chat zu schreiben. Eine Vita, in der die eigenen Krits stehen und/oder man sich über Rollenspieler im Allgemeinen lustig macht, ist ebenfalls förderlich. Das sollte aber oft wiederholt werden, damit es auch wirklich jeder mitbekommt, denn ein einziges Ticket reicht bei weitem nicht aus, um einen GM hinter dem Ofen hervorzulocken.

Anders gesagt, wer nicht negativ auffällt, der kommt vermutlich auch durch.

Das habe ich im Laufe der Jahre bei sehr vielen Spielern beobachten können. Einem netten Kerl schreibt man einfach ungern ein Ticket, das ist ganz grundsätzliches menschliches Verhalten.

Wenn dich jemand anschreibt, und irgend etwas, das du getan oder gelassen hast (abgesehen von absichtlichem und böswilligem auf-die-Nüsse-gehen, was aus unserer Sippe ja eh nie irgendwer tun würde !!), aus RP-Gründen kritisiert,dann gibt es eine allgemein gültige Lösung: Entschuldige dich!

Dabei ist es völlig wurscht, ob es dir in Wirklichkeit total egal ist, was diesen wildfremden Typen nervt, und du das (was es halt war) in 5 Minuten genau so wieder machst. Es geht schließlich nicht darum, ob du etwas falsch gemacht hast, sondern darum, wie du die schreibende Person wieder los wirst.   

Dabei ist wie immer Höflichkeit die beste Lösung. Wie gesagt, jeder kann so spielen wie er möchte, und entgegen der Meinung mancher Extremisten gibt es keine Pflicht, in Ortschaften ins Gehen zu schalten (Ich weiß sehr genau, dass es nicht nur bei OoC-lern und Raidern Leute gibt, die einfach beratungsresistent sind ^^).

Wenn aber jemand euch anschreibt, dann stört ihn offenbar etwas. Die Möglichkeiten, was das nun ist, reichen dabei von vollkommen idiotisch („hier darf man nicht questen als Hobbit!“) bis zu ernsthaften Schwierigkeiten („Wir spielen hier gerade, es wäre schön wenn du woanders die Leertastenfunktion im Spiel prüfen könntest“)

Ich denke, es ist klar, dass man von Natur aus nicht dazu neigt, ersterem mit Höflichkeit zu begegnen…aber leider wurde die Möglichkeit, Tickets zuschreiben, jedem in die Hände gelegt, und nicht nur so überaus verantwortungsvollen Hardcore-RPlern wie mir.  

Dem Gegenüber einen freundlich gehaltenen Text zu schreiben hebt die Hemmschwelle dazu extrem weit an – auch wenn man die jeweilige Meinung nicht teilt. Siehe dazu auch weiter oben „ Einem netten Kerl schreibt man einfach ungern ein Ticket“.  

Die meisten Rollenspieler, mich definitiv eingeschlossen, sind von „ Nicht-RPlern“ allerdings nicht einmal ein „sry“ als Antwort gewohnt, wenn man z.B. darum bittet, ein Lagerfeuer nicht mitten in die Gruppe zu legen.

Wirbekommen stattdessen mit einer 80%igen Wahrscheinlichkeit Freundlichkeiten wie:

„fo“
„stfu“

Oder,wenn jemand sich viel Mühe gibt, ein  

„Fresse,scheiß auf Rp“

….was soll ich sagen. Mir ist persönlich kein Fall bekannt, an dem jemand auf eine Anfrage oder Bitte von einem Rollenspieler eine derartige Antwort bekommen hätte.
Solche Texte bringen eben selbst mich dazu, mal eben F7 zu nutzen. Auch meine Geduld ist nicht unerschöpflich.
Die Verhältnismäßigkeit ist bei Ticket-Alarm auch zu beachten – lohnt es sich wirklich, mit jemandem zu streiten, der offenbar nichts besseres zu tun hat, als ihm völlig fremde Personen per flüstern anzuscheißen?

Denn eins ist sehr wichtig: Tickets, die unverdient sind, werden auch keine Folgen haben.

Das weiß ich zufällig sehr genau, da auch eine meiner früheren Sippen schon mit einer versuchten Zwangs-Umbenennung zu tun hatte…Gms schauen sich den Chat an, und fragen auch einfach mal nach, bevor sie entscheiden, und selbst dann kann man immer noch Einspruch erheben, sozusagen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ticket für so etwas Cleveres wie „er reitet inThorins Halle!“ Erfolg hat, ist gleich null. Aber ein Ticket wegen Beleidigung ist ganz flott drin, wenn du diesem Klugscheißer eine unhöfliche Antwort gibst – gleiches gilt für das Spammen von Poweremotes, das in solchen Fällen von der angeschriebenen Person gern genutzt wird.

Vor dem Tippen tief durchatmen hilft ungemein!

Denk zur Not einfach mal daran, was für nette Menschen es bei der Rollenspieler-Fraktion gibt. Das mache ich umgekehrt nämlich genauso ;)

Einige weiterführende, ausführlichere Guides und Hinweise zu speziellen Themata gibt es zum Beispiel hier:


Ich bedanke mich abschließen bei Wethrinvar, Rianriel und Evie für konstruktive Kritik und wertvolle Hinweise. Ihr seid echt super :-) !



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